19 Antiquitäten

Unsichtbares Akkordeon
 

Da Sie sich den Beginn Ihrer wissenschaftlichen Karriere anschauen wollte, verbrachte Sie viel Zeit auf dem Flohmarkt.

Auflösung
 

Am Anfang ihrer Karriere sicherte eine Forscherin die Daten auf Disketten, dem damals gängigen lokalen Speichermedium. Danach wurden die Daten nicht mehr aufgerufen oder auf modernere Datenträger (CDs, DVDs, USB-Sticks, oder externe Festplatten) migriert. Die Datenträger sind vorhanden und eindeutig beschriftet. Aber selbst wenn die Daten nach all der Zeit noch in Takt und vollständig sind, die Hardware zum Auslesen der Datenträger ist schlicht nicht mehr vorhanden. Um ihre alten Daten zu sichten, müsste Leslie also großes Glück haben und ein noch funktionsfähiges Gerät finden: auf dem Flohmarkt, in einem Abstellraum an der Uni oder im schlimmsten Fall im Museum.

 

Um dieses Problem zu vermeiden, sollten Speichermedien vergangener Projekte dokumentiert und die Verfügbarkeit der komplementären Hardware kontinuierlich beobachtet werden. Spätestens wenn Hersteller ankündigen, Anschlüsse oder Laufwerke in neueren Generationen ihrer Geräte nicht mehr zu verbauen, sollten die Daten migriert werden, um die Bitstream-Preservation sicher zu stellen. Im Vorfeld werden derartige Probleme unwahrscheinlicher, wenn Daten nicht ausschließlich auf 1 Medium gespeichert werden, sondern möglichst nach der 3-2-1 Regel auf mehreren Medientypen.

 
Quellen: