Das schickt sich nicht

Unsichtbares Akkordeon
 

Hätten sie nicht umsortiert, wäre die Auslieferung deutlich problemloser gelaufen.

 

Auflösung
 

Der Verein Deutscher Bibliothekarinnen und Bibliothekare brauchte 2019 drei Anläufe um sein Jahrbuch an die Mitglieder auszuliefern. Die Zuordnung von Namen und Adressen wurde korrumpiert (ein typisches Fehlerbild, wenn nur eine Spalte in einer Excel-Zelle sortiert wird und so die ursprünglichen Zeilen durchbrochen werden), sodass die Auslieferung der Bücher viele Rückläufer erzeugte. Dass die Zustellung über die Weihnachtsfeiertage stattfand, erschwerte die Kommunikation mit den Vereinsmitgliedern. Über die Feiertage waren sowohl die Vereinsverantwortlichen als auch die Mitglieder eher mit anderen Angelegenheiten beschäftigt. Auch nachdem die Mitglieder darüber informiert wurden, dass sie die zugesandten Bücher annehmen sollten, obwohl sie nicht die richtigen Adressaten waren, konnten in der ersten Runde nicht alle Jahrbücher korrekt ausgeliefert werden. Im zweiten Anlauf trat ein Programmierfehler im Nachbestellungsformular auf. Diejenigen, die keine Mitgliedsnummer angegeben hatten, konnten nicht bedient werden und mussten ihren Band im Februar ein zweites Mal nachbestellen Insgesamt dürfte die Häufung von Versandproblemen für Irritation bei den Vereinsmitgliedern und für erhebliche Kosten für den Verein gesorgt haben.

Die Geschichte zeigt deutlich, dass beim Postversand besondere Vorsicht geboten ist. Adressdaten sollten auf jeden Fall schreibgeschützt gespeichert, mehrfach gesichert und vor dem Versand auf ihre Unversehrtheit hin kontrolliert werden. Software, die im „Kunden“-Kontakt genutzt wird, sollte vor ihrem Einsatz gründlich auf die Funktionalität getestet werden. Auf diese Weisen können Fehler intern vermieden und müssen nicht live ausgebügelt werden.


 
 
Quelle:
 
persönliche Kommunikation